Ihr verbringt endlich Zeit als Familie und du freust dich, dass der Papa beim Zeitvertreib, bei der Verpflegung und beim gemeinsamen Entdecken dabei sein kann, doch dein Kind klebt ausschließlich an dir? Sei es am Wochenende, bei einem Kurzurlaub oder an einem stinknormalen Nachmittag, Papa wird nahezu ignoriert, obwohl er sich redlich bemüht und du kannst keine Sekunde durchatmen?

Du freust dich auf Alltag, in dem die Kinderbetreuung endlich 50:50 geteilt werden kann, doch euer kleiner Liebling will ausschließlich in Mamas Nähe sein? Anziehen, essen richten, wickeln oder Töpfchen ausleeren, alles muss auf Geheiß vom Mini von Mama erledigt werden, obwohl Papa auch seine Hilfe anbieten würde?

Liebe Mama!

Viele Eltern kennen diese Phase. Es kann übrigens jeden treffen. Es gibt auch Fälle, in denen der kleine Liebling den Papa als Hauptbezugsperson auserkoren hat. Es ist verständlich, dass sich so eine Phase für den auserwählten Elternteil sehr mühsam, frustrierend und auch beklemmend anfühlen kann und nicht vordergründig schmeichelnd und schön, wie manch Außenstehender meinen möchte. Es kann ganz schön energieraubend sein und nicht selten wird dem verbliebenen Elternteil in solchen Situationen auch noch vorgeworfen, dass er sich mehr um die Aufmerksamkeit und die Gunst des Kindes bemühen solle.

Liebe Mama, all diese Denkmuster und Mechanismen können aus den oben beschriebenen Umständen heraus geboren werden. Viele fahren ungewollt auf diesem Gedankenzug mit, da sie von der Situation einfach dort hineingeschubst werden.

Schön, dass du hier bist und diese Nachricht liest. Das ist der erste Weg, deine harten Gedanken, in freundliche und leichte zu verwandeln. Zu aller erst versuche deinen kleinen Schatz nicht als Ursprung des Übels zu sehen. Häufig wissen wir Eltern nicht, was unsere Kinder antreibt oder zu ihrem Handeln verleitet. Es ist in solchen Fällen sehr wichtig, sich daran zu erinnern, das Kinder nicht mit Vorsatz oder Kalkül handeln. Sie folgen ihrem innersten Instinkt und dieser sagt ihnen in solchen Phasen eben, dass sie sich auf eine Bezugsperson konzentrieren sollen. Akzeptiere das Verhalten des Kindes so wie es ist und versuche nicht weiter dagegen anzukämpfen. Wenn du merkst, du brauchst eine Auszeit, dann versuche sie in Absprache mit dem Partner zu nehmen. Häufig verbringen Vater und Kind wie wunderbarste und unbeschwerteste Zeit, sobald Mama gänzlich außer Sichtweite ist und sie sich anderen Dingen widmet. Sei deinem Kind dankbar für derlei kleine Auszeiten. Du hättest sie dir wahrscheinlich nicht verschafft, wenn die beschriebene Phase gerade nicht wäre.

Zum zweiten versuche auch deinem Partner gegenüber liebevolle Gedanken zu hegen. Es ist für ihn in dieser Situation sicher auch nicht so einfach, von seinem Kind ignoriert und abgewiesen zu werden. Redet darüber und versucht mit den Augen des anderen zu sehen.

Folgende Mantras sollen dir dabei helfen, deine Gedanken und Ansichten deinem Kind und deinem Partner gegenüber liebevoll werden zu lassen:

Mantra: Ich bin glücklich darüber, dass ich meinem Kind bei seiner Entwicklung helfen darf und freue mich genau so über kleine Auszeiten, die ich mir bewusst für mich nehme!

Ich bin dankebar für den liebevollen Partner, den ich an meiner Seite habe und ich sehe ihn mit den Augen der Liebe!