Hast du das Gefühl, dass dich dein Kind in der Hand hat und dir auf der Nase herumtanzt? Es hat einen starken Willen und setzt diesen permanent durch? Deine Worte werden kaum gehört und du gibst dir selbst die Schuld daran, dass dich dein Kind nicht ernst nimmt?

Bist du oft regelrecht böse auf dich, weil du dir denkst, dass du viel konsequenter und entschlossener deinem Kind gegenüber sein müsstest und hast du Sorge, dass es vielleicht schon zu spät ist und dir die Erziehung deines Schatzes entglitten ist?

Liebe Mama!

Zu allererst: sei nicht so hart zu dir selbst. Du hast in der Erziehung deines Kindes immer dein Bestes gegeben und stets versucht aus jeder Situation das Optimum für alle Beteiligten heraus zu holen. Du liebst dein Kind bedingungslos und bist von der Geburt an darauf programmiert, seine Bedürfnisse zu befriedigen. Es ist nicht immer leicht, von der Bedürfnisbefriedigerin zur Leitfigur zu wechseln. Außerdem macht es meist keinen Spaß seinem Liebling Stopp Schilder aufzustellen und Grenzen aufzuzeigen.. Erziehung ist echt anstrengend und bleibt leider in vielen Fällen hauptsächlich bei der Mama hängen. Sie ist harte Arbeit und kostet Kraft. Wir Mamas sind häufig abgekämpft und müde, denn wir haben teilweise nicht nur einen sondern neben dem Mamajob auch noch andere und unsere Energie ist begrenzt.

Aber liebe Mama, genau da liegt auch die motivierende Neuigkeit: Wenn du konsequent daran arbeitest deinem Liebling die Spielregeln zu zeigen, dann wirst du am Ende des Tages belohnt. Sieh die Anstrengungen, die Erziehung mit sich bringt, wie die Arbeit eines Gärtners. Er säht Samen, die in Zukunft Früchte tragen werden. Du wirst rasch merken, dass du nicht lange auf die Ernte warten musst. Ewige Diskussionen um dasselbe Thema und die Kräfte zehrende innere Hin- und Hergerissenheit hören nämlich auf, sobald du klar und entschlossen den Weg vorgibst. Frage nicht nur ständig was dein Kind will, sondern frage dich auch regelmäßig„Was will ich?“. Aus diesen beiden Antworten wird dir dein Mutterinstinkt den richtigen, letztlich sehr liebevollen Weg zeigen. Manchmal müssen wir auch erst wieder lernen, unsere eigenen Bedürfnisse zu hören. Frage dich, was würde dein inneres Kind wollen bzw. eine kindliche Version von dir?

Noch einmal zusammen gefasst: Vergib dir selbst und glaube daran, dass es nie zu spät ist, etwas in deinem Leben zu ändern. Wenn du das Gefühl hast, deinem Kind fehlt es an Grenzen, dann beginne heute damit, welche zu setzen. Glaube daran, dass du den richtigen Weg dafür finden wirst und glaube daran, dass auch das Setzen von Grenzen ein Akt der Liebe ist. Folgende Mantras können dir helfen.

Mantras: Ich blicke liebevoll auf meinen bisherigen Weg als Mutter!

Ich bin meinem Kind ein liebenswertes und starkes Vorbild und führe es liebevoll und konsequent durchs Leben!

Ich liebe mich und mein inneres Kind und wähle instinktiv stets den besten Weg für mich und mein Kind!